Hunde aus dem Tierschutz – ein anderes Leben, andere Verhaltensweisen?

 

 

Zunehmend kommen über den Tierschutz Hunde aus Süd- und Osteuropa nach Deutschland. Häufig handelt es sich um Mischlinge, deren genetisch bedingte Verhaltensweisen den Tierschützern oft unbekannt sind. Und so ist so mancher Halter überrascht, dass der Labrador-Mischling aus Spanien sich als reinrassiger Ca Bestiar herausstellt, der weniger Jagd- und Apportierverhalten als einen ausgeprägten Territorial- und Wachtrieb zeigt und sich nicht als einfacher Familienhund präsentiert. Oder der Goldie-artige Wuschel aus Ungarn, das ausgeprägte Hüteverhalten eines Pulis zeigt und die Kinder des Hauses in ihrer Bewegungsfreiheit einschränkt. Im Vortrag werden die regionsspezifische Hundrassen vorgestellt, die aus den jeweiligen Ländern über den Tierschutz zu uns kommen. Dabei liegt in einigen Länder der Schwerpunkt auf Jagdhunde, vermehrt kommen aber auch anspruchsvolle Herdenschutzhunde und deren Mixe nach Deutschland, die manchmal nicht sofort erkannt werden können. Wer würde einen ausgeprägten Wachtrieb, gepaart mit mutiger Wildschärfe in einem niedlichen Gos d'Ature-Mix erwarten!

Der Vortrag informiert nicht nur über die unterschiedlichen Arbeitseinsätze der Hunde, sondern zeigt auch die Haltung und den menschlichen Umgang auf, die diese Hunde aus Süd- und Osteuropa geprägt haben und wenig mit unserer Vorstellung vom Hund als Familienmitglied und Partner gemeinsam haben. Dazu werden auf Verhaltensauffälligkeiten eingegangen, die die Hunde aus ihrem Streunerleben oder aus den Erfahrungen in den überfüllten und wenig kontrollierten Tierasylen mitgebracht haben. Abschließend werden Ihnen Möglichkeiten aufgezeigt, das Erbe und Verhalten der Hunde aus dem Tierschutz zuverlässiger einschätzen zu können und wie Sie eine vertrauenswürdige Tierschutzorganisation finden können.

Die Vorträge können auch zu Seminarthemen vertieft werden.