Die Entwicklungsgeschichte der Jagdhunderassen

Der Hund ist der älteste Jagdbegleiter des Menschen. Sein Jagdeinsatz wurde im Verlauf des Mittelalters verfeinert und führte zu einer differenzierten Zucht auf bestimmte Jagdfunktionen und legte so die Grundlage zur Entwicklung unserer heutigen Jagdhunderassen. Für die mittelalterliche Jagd waren die Einsatzmöglichkeiten der Hunde entscheidend und daher sind für die entsprechenden Klassifizierungen genaue Kenntnisse über mittelalterliche Jagdmethoden von Bedeutung. Glücklicherweise haben sich Jagdbücher aus unterschiedlichen Regionen erhalten, in denen die Autoren die Haltung und Auswahlu und Schulung der Jagdhunde schildern und die damaligen Techniken der Parforce-, Treib-, Hetz- und Netzjagd sowie die Jagd mit Bogen und Armbrust beschreiben. Erst die Erfindung der Handfeuerwaffen führte zu einem erneuten Entwicklungsschub in der Jagdhundezucht und zur Zucht verschiedener Waffenhunde. Die Einzeljagd setzte sich gegen die Parforcejagden durch und förderte die Entwicklung des vielseitig einsetzbaren Jagdhundes, bis zum heutigen „Allrounder“, der mit den Anforderungen des modernen Jagdhunde-Prüfungswesens, unter nie gekannten Leistungsdruck steht.

Dieser Vortrag veranschaulicht mit historischen und modernen Bildern die Entwicklungen, die zu den unterschiedlichen Jagdverhaltensweisen einzelner Rassen führte. Mit dem Wissen um die Anlagen seines eigenen Hundes, die sich durch die Ansprüche des Menschen in den vergangenen Jahrhunderten herausgebildet haben, haben Halter nicht-jagdlich-geführter Hunde, die Möglichkeit das Verhalten ihres Hundes zu verstehen und anzunehmen. Es wird durch die historischen Berichte ein respektvoller Umgang mit den Fähigkeiten des Jagdhundes gefördert und verschiedene Einsatzmöglichkeiten spezieller Jagdhundeeigenschaften in außerjagdliche Bereiche aufgezeigt.

Als Appetizer empfehle ich Ihnen meinen Artikel "Jagdhunde im Mittelalter".